Freitag, 27. Februar 2026

Rund um die Glühbirne...

Das "Centennial Light"

 

Das Centennial Light in einer Feuerwache in Livermore, Kalifornien. Sie leuchtet seit 1901 fast ununterbrochen und hält den Weltrekord als am längsten brennende Glühbirne der Welt. Ihr Erfolg liegt in der handgefertigten Qualität der Shelby Electric Company, einem dicken Kohlefaden und der Tatsache, dass sie kaum ein- und ausgeschaltet wird, was das Material schont. 
 

Phoebuskartell

1924 legte das "Phoebus-Kartell" eine maximale Lebensdauer von 1000 Stunden für Glühbirnen fest - angeblich zum Wohl der Kunden.

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Im französisch-spanischen Dokumentarfilm „Kaufen für die Müllhalde“ werden Hintergründe zum Phoebuskartell vermittelt (ab Minute 6`40). Nach der Erstausstrahlung 2011 im deutschen Fernsehen rückte der Begriff der geplanten Obsoleszenz in den öffentlichen Fokus und wurde breit diskutiert. Der Film, mehrfach preisgekrönt, entstand unter der Regie der deutschen Filmautorin Cossima Dannoritzer. Das zugehörige Buch findest du hier.
 
 
 
 
 
Wenn du deinen spanischs- katalanischprachigen Freunden den Film empfehlen möchtest, findest du ihn auch auf Spanisch und Katalanisch:






Bulb Fiction (Österreich, 2011)

 

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"Bulb Fiction" ist ein Wortspiel, das auf den berühmten Quentin-Tarantino-Film "Pulp Fiction" anspielt. Der 2011 erschienene Dokumentarfilm von Christoph Mayr nutzt das Wortspiel im Titel, um die Machenschaften rund um das EU-weite Glühlampenverbot aufzudecken. Der Film argumentiert, dass hinter der Entscheidung für die quecksilberhaltigen Energiesparlampen nicht nur Umweltschutz steckte, sondern vor allem wirtschaftliche und politische Interessen der Industrie.  

 

Themen des Films sind unter anderem:

  • Geplante Obsoleszenz: Der Film beleuchtet das historische Phoebuskartell von 1925, in dem große Hersteller wie Osram und Philips die Lebensdauer von Glühbirnen absichtlich auf 1.000 Stunden begrenzten, um den Umsatz zu steigern.
  • Quecksilber-Gefahr: Die Dokumentation thematisiert die potenziellen Gesundheitsrisiken durch das Quecksilber in Energiesparlampen, insbesondere bei einem Lampenbruch.
  • Lobbyismus: Der Film kritisiert, wie Lobbyisten Einfluss auf politische Entscheidungen in der EU genommen haben sollen und wie Organisationen wie Greenpeace ihre Positionen änderten.


Die Ewigkeitsglühbirne

Darunter versteht man eine von dem Berliner Erfinder Dieter Binninger entwickelte Glühbirne, die eine Lebensdauer von rund 150.000 Stunden (etwa 17 Jahre) erreichen sollte. Binninger entwickelte diese Lampe ursprünglich für seine bekannte Berlin-Uhr, da die herkömmlichen Birnen durch die Erschütterungen des Verkehrs ständig kaputtgingen. Die Berlin-Uhr (auch Mengenlehreuhr) ist ein ikonisches Wahrzeichen der Stadt, die ursprüglich am Kurfürstendamm stand:
 
Es handelt sich dabei und die weltweit erste Uhr, die die Zeit durch ein System aus farbigen Leuchtfeldern anzeigt.
 
 
Binninger meldete 1979 Patente an, starb jedoch 1991 bei einem Flugzeugabsturz, kurz bevor die Massenproduktion beginnen konnte. 
 

Weitere Informationen dazu: 

  

(Vielfalt C1.1, S. 45) 


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