Das Verb sich vorkommen bedeutet so viel wie sich fühlen, den Eindruck von sich selbst haben. Es beschreibt, wie eine Person ihre eigene Situation oder ihren Zustand wahrnimmt.
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Beispiele
- wie + Substantiv:
- Ich komme mir vor wie ein Komiker, der seine Witze nicht erzählen darf.
- Ihr Bruder kam ihr wie ein Fremder vor.
- Du kommst dir vor wie der Kaiser, aber du bist nur ein kleiner Angestellter.
- als ob + Satz:
- Ich komme mir vor, als ob ich den Film schon gesehen hätte.
- Er kam sich vor, als ob er die ganze Welt erobert hätte.
- Sie kam sich vor, als ob sie die Einzige mit diesem Problem wäre.
- Adjektiv
- Ich komme mir gerade sehr nutzlos vor.
- Er kommt sich total überfordert vor.
- Nach dem Fehler kommt er sich sehr dumm vor.
sich vorkommen vs. sich fühlen
Während sich fühlen eher auf eine tatsächliche körperliche oder emotionale Empfindung hinweist, bezieht sich sich vorkommen stärker auf die subjektive Wahrnehmung oder den Eindruck, den man von sich selbst hat. Beispiel zum Vergleich:
- Ich fühle mich krank. (Ich bin körperlich krank.)
- Ich komme mir wie ein kranker Hund vor. (Ich fühle mich wie ein kranker Hund, auch wenn ich es offensichtlich nicht bin.
(Vielfalt C1.1, S. 7)


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